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"... Wir folgten dem Tal ab der Burg von Ephesus auswärts. Es war ein 1,5-Stunden langer, anstrengender, aber angenehmer Ritt zwischen zwei Hügeln entlang eines Flusslaufes. Uns empfingen die verschiedensten Baumarten mit ihren angenehmen und einladenden dunklen Schatten."
Chishull und seine Gruppe verblieben in, von ihren Führern aufgebauten, Zelten. Am folgenden Tag besuchte er das Dorf und stellte fest, dass die gesamte Bevölkerung christlich war.
Die ersten demographischen Informationen über das Dorf stammen aus dem Jahre 1919. Diese erste Volkszählung stellt fest, dass in der Region 11.100 Muslime, 9000 Griechen, 79 Armenier und 145 Juden lebten. Ein Großteil der griechischen Bevölkerung - über 50% - lebten in dem Dorf, das heute bekannt als Sirince ist, sowie auch in Guzelçamli und im Zentrum von Kusadasi.
Die Kirchen in Sirince wurden aus Aydin verwaltet. Der Name des Kirchenbezirks war Heliopolis, oder "Sonnenstadt", erstreckte sich von Torbali bis Birgi und beinhaltete auch Denizli und Fethiye. Eine Bestätigung dessen findet sich in den Skulpturen am Eingang der kürzlich renovierten St. Johannes Kirche Church, wo deutlich wird, dass die Kirche an Heliopolis angeschlossen war.
Besiedlung
In früheren Zeiten hatte Sirince 1800 Häuser, von denen heute nur noch etwa 200 vor allem an den südlichen und westlichen Hängen des Dorfes stehen. Wenn Sie aus dem Dorf in östlicher Richtung aufsteigen, und dann über den Südhang blicken, können Sie erkennen, wo die Häuser früher einst standen. Aber es sind so viele Bauernhöfe, Klöster und Kirchen in und um Sirince verschwunden, so dass nur aus den Erinnerungen und Geschichten der Dorfbewohner ihre Positionen genau bestimmt werden können.
Im Westen der neu restaurierten Naturstein-Kirche, unter einer Platane, die dort heute wächst, waren einst ein Springbrunnen und eine Reihe von Häusern. Das Bett eines kleinen Baches aus den Bergen teilte das Dorf in zwei Teile. Der westliche Teil wurde traditionell "Unabhängigkeit" genannt und der im Osten DIE GESCHICHTE SIRINCES

Die erste Besiedlung des heute als Sirince bekannten Dorfes, erfolgte wahrscheinlich nach dem Zusammenbruch von Ephesus, als eine kleine Gruppe von Menschen die Stadt verließ und sich in den Bergen ansiedelte. Die stark verfallenen Klosterruinen in der Umgebung stammen aus dem 11., 12., und 13. Jahrhundert.

Alte Karten benennen das Dorf den unterschiedlichen Namen wie Kyrkindje, Kirkindsche, Kirkidje, Kirkica, Kirkinca-welche möglicherweise aus der Zeit dieser Klostersiedlungen stammen. Aber bei weitem bekannteste Name vor Sirince, war tatsächlich Çirkince. Der Ursprung dieses Namens ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass er vor mehr als 600 Jahren gewählt wurde, um die Existenz und Attraktivität das Dorfes vor den Einwohnern des darunter liegenden Tals zu verbergen. Während des 15. Jahrhunderts, oder der "Aydinogullari-Periode", siedelte sich hier eine Gruppe befreiter griechischer Sklaven an. Als sie gefragt wurden, ob ihr neues Zuhause ein schöner Ort sei, war ihre Antwort: "çirkince", was „hässlich“ bedeutet. Dieser Name blieb unverändert, bis zu einem Besuch des Gouverneurs von Izmir, Kazim Pasa, im Jahre 1926. Als er das Dorf und die schöne Umgebung sah, erklärte er, dass es zukünftig "Sirince", also „schöner Ort“, heißen soll.
"Çirkince" erscheint in der Tat in Eintragungen aus dem 16. Jahrhundert, nach der türkischen Einnahme des Gebietes und der Besiedlung von Ayasuluk. Der älteste internationale Reise-Berichte über das Dorf stammt von Edmund D. Chishull, der zwischen September 1698 und Februar 1702 Anatolien bereiste. In seinem Buch „Türkei Reisen und Rückkehr nach England“ (Turkey Travels and Return to England), beschreibt er seine Abreise aus Tire am 30. April 1699 mit dem Ziel Ephesus. In dieser Zeit war der einzige Ort in der Umgebung für eine Unterkunft offenbar in der Gemeinde "Kirkinca" (Sirince). Chishull und seine Begleiter kamen nach dem Aufstieg aus dem Tal zu Pferde in das Dorf. Er schrieb:
"Erlösung". Der Bach endet im unteren Teil des Dorfes, wo eine Straße mit Geschäften und Cafés auf eine weitere Platane zuläuft. Am östlichen Ende des Dorfes gab es eine Wäscherei und gleich dahinter befindet sich der Friedhof des Dorfes.

There were once two olive presses in the village: one at the far east end and another in the far north end, where the elementary school is also situated. The current schoolhouse and the former one, now a restaurant, are landmarks that provide wonderful views of the village and its setting.
“Departure”
On September 9, 1922, during the Turkish War of Independence, the Turkish forces defeated the occupying Greek army and entered Izmir. As the Greek troops withdrew, some of the local Greek population travelled to Izmir and left Anatolia for the offshore islands. It is likely that some inhabitants of Sirince left the village at this time.
Following the victory of the Turks, “The Exchange of Turkish and Greek Populations Treaty” was signed as part of the Treaty of Lausanne. It went into effect on November 30, 1923. Under its terms, all Turkish people living in Greece and Greek people living in Turkey were to be exchanged (with the exception of Greeks in Istanbul and Turks in Western Thrace). The legal rights of transferred peoples were guaranteed; their real estate was handed over to the local commissions to be given to the incoming immigrants. Transferral of goods belonging to churches and mosques was allowed: what could be carried by the departing peoples was free of customs duty at their destination. Cash compensation for properties left behind was also to be given, if needed.
The exchange took place by boat and train, and lasted more than a year. Many precautions were taken, but even so there was, at times, some chaos: people from the same villages boarded separate boats, some people who had owned no property were given land because they made false declarations. Most of the arrivals were workers in need of assistance; some people arrived having lost all they had been able to assemble and carry. In addition, both governments had other difficulties to deal with. Invevitably, situations such as settling tobacco farmers in the mountains—where tobacco cannot be grown—occurred.
In the end about 500,000 Turks from Greece were settled in Anatolia.

Es waren einmal zwei Ölmühlen im Dorf: eine am östlichen Rand und die andere am nördlichen Ende, wo sich auch die Grundschule befindet. Das derzeitige Schulhaus und das ehemalige, heute ein Restaurant, sind Sehenswürdigkeiten, die einen herrlichen Blick auf das Dorf und seine Umgebung ermöglichen.
"Weggang"
Am 9. September 1922, während des türkischen Unabhängigkeitskrieges, besiegten die türkischen Streitkräfte die griechische Armee und nahmen Izmir ein. Da die griechischen Truppen zurück gedrängt wurden, verließen Teile der lokalen griechischen Bevölkerung Anatolien über Izmir hin zu den der Küste vorgelagerten Inseln. Es ist wahrscheinlich, dass einige Bewohner aus Sirince in dieser Zeit das Dorf verließen.
Nach dem Sieg der Türken wurde der „Vertrag über den Austausch der türkischen und griechischen Bevölkerung" als Teil des Vertrags von Lausanne unterzeichnet. Dieser trat mit Wirkung zum 30. November 1923 in Kraft und sah einen Austausch der türkischen Bevölkerung in Griechenland und der griechischen Bevölkerung in der Türkei – mit Ausnahme der Griechen in Istanbul und Türken in West-Thrakien – vor. Die gesetzlichen Rechte der umgesiedelten Völker wurden garantiert, und ihre Immobilien wurden über lokale Kommissionen an die ankommenden Einwanderer übertragen. Der Transfer von Besitztümern von Kirchen und Moscheen war erlaubt: Was immer von den abwandernden Völker getragen werden konnte, konnte zollfrei in das Einwanderungsgebiet eingeführt werden. Auch wurde, wenn nötig, ein Finanzausgleich für hinterlassene Immobilien gewährt.
Der Austausch erfolgte mit dem Schiff und der Bahn und dauerte mehr als ein Jahr. Obwohl viele Vorkehrungen getroffen wurden, gab es von Zeit zu Zeit jedoch auch einiges Chaos: Menschen aus den gleichen Dörfern wurden auf unterschiedliche Boote eingeschifft und einige Leute, die keinen Besitz an Eigentum hatten, erhielten Land, weil sie falsche Angaben machten. Die meisten der Ankommenden waren Arbeiter, die Hilfe benötigen, einige Menschen die kamen hatten auch die Güter verloren sie in der Lage waren zu transportieren. Darüber hinaus hatten auch beide Regierungen weitere Schwierigkeiten, die bewältigt werden mussten. Fatalerweise entstanden Situationen wie z.B. die Ansiedlung von Tabakerzeugern in den Bergen, wo Tabak nicht gedeihen kann.
Am Ende wurden über 500.000 Türken aus Griechenland in Anatolien angesiedelt.
The immigrants from the Thessaloniki area came by ship to Izmir and some were settled in Sirince.
Today, Sirince’s heritage, architecture, and beautiful location mean tourism plays a major role in the local economy. Even so, Sirince is a working village, too—most of the people who live here travel to the surrounding orchards, olive groves, and fields to make their living. Depending on the season, grapes or peaches are brought to the village square and sent to distant markets. In winter months villagers pick olives and take them to nearby olive presses. Frequent sights among the tourist buses include a load of dried figs, a tractor or two, motorcycles with sidecars loaded with firewood, or farmers with donkeys or horses. In many cases, it is this “real” living Turkish village that entrances the crowds. Sirince, many hope, will remain like this for a long time—open and welcoming to tourists, but at its heart a healthy agricultural community producing olive oil, grapes, figs, peaches, and wine for market.

Die Einwanderer aus dem Gebiet von Thessaloniki kamen per Schiff nach Izmir und einige wurden in Sirince angesiedelt.
Heute spielt durch das historische Erbe von Sirince, seine Architektur und schöne Lage der Tourismus eine wichtige Rolle in der lokalen Wirtschaft. Und dennoch hat sich Sirince eine funktionierende Dorfstruktur bewahrt. Die meisten Menschen, die hier leben, bewirtschaften für ihren Lebensunterhalt die umliegenden Obstgärten, Olivenhaine und Felder. Abhängig von der Jahreszeit werden Trauben oder Pfirsiche auf den Dorfmarkt und an weiter entfernten Märkten angeboten. In den Wintermonaten ernten die Dorfbewohner Oliven, und geben sie zu den Ölmühlen der Nähe. Häufige Sehenswürdigkeiten der Reisebusse sind Ladungen getrockneter Feigen, Traktoren oder Motorräder mit Beiwagen beladen mit Brennholz aber auch Landwirte mit Eseln oder Pferden. Es ist wohl dieses "echte" türkische Dorfleben, dass viele Besucher anzieht. Viele hoffen, dass Sirince seine Identität noch für eine lange Zeit wird bewahren können: offen und einladend für Touristen, aber im Kern eine gesunde Gemeinschaft verbunden mit der landwirtschaftlichen Produktion von Olivenöl, Trauben, Feigen, Pfirsiche und Wein.

 

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